| Kaffee Legende |
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... fraßen, beobachtete der Hirtenjunge mit Verblüffung, wie sie unruhig wurden und wild umhersprangen. Da er glaubte, das es sich um das Werk des Teufels handelte, sammelte er die Früchte der geheimnisvollen Pflanze und brachte sie zum Kloster, wo er sie dem weisen Abt Yahia zeigte.
Noch neugieriger geworden, tranken sie es in großen Zügen. Zu ihrer Überraschung wurden sie von einer solchen Stärkung erfüllt, dass sie die Müdigkeit und Schläfrigkeit, die sie gewöhnlich während der abendlichen Gebetsrituale überkam, nicht mehr spürten. Ihnen wurde schnell klar, dass man mit diesen gerösteten Beeren die Müdigkeit vertreiben konnte, und sie benutzten sie, um die geistigen Tätigkeiten zu unterstützen und die mitternächtlichen Gebetswachen besser zu überstehen. Dieses Getränk, das "schwarz wie die Hölle" schien, war hingegen ein Geschenk des Himmels, denn es hatte die Kraft, den Geist wach zu halten und das Tor zum Paradies zu öffnen. Seither ist der Kaffee nicht nur ein einzigartiges und unnachahmliches Getränk, sondern ein regelrechtes Ritual. Er ist der unverzichtbare Duft unserer Tage, er ist der köstliche Schluck, der uns regeneriert, uns liebkost und uns verwöhnt. |




Die Mönche waren sich einig, das es sich um eine teuflische Kunst handeln musste und verbrannten sofort die Blätter und Beeren des unheilvollen Bergstrauchs. Aber während die Beeren brannten, verströmten sie ein göttliches Aroma. Von diesem fast schon wundertätigen Duft neugierig gemacht, sammelten die Mönche das Pulver der verbrannten Beeren und bereiteten einen Aufguss zu, der ein tiefschwarzes, duftendes und dickflüssiges Getränk ergab.